1. Vorstellung der Einrichtung

Der Alltag unserer Kindertagesstätte unterscheidet sich von dem klassischen Kindergarten vor allem darin, dass alle Inhalte des Berliner Bildungsprogramms direkt oder indirekt mit der Musik verbunden sind. Die Kindertagesstätte adagio bietet seinen Kindern eine besondere kreative Art der Erziehung – Erziehung durch Musik.
Erziehung durch Musik ist mehr als Musikerziehung: Musik soll in der Musik-KiTa adagio kein abgetrenntes Fach sein, das einmal wöchentlich angeboten wird, sondern es soll den Alltag durchdringen, die Kinder für Musik begeistern und ihre Sinne umfassend aufwecken und fördern.

2. Träger der Einrichtung

Träger der Einrichtung ist die Cheburashka gGmbH. Der Verein (ehemals Vorschulförderungsverein e.V.) ist 2007 gegründet worden und betreibt bereits sechs bilinguale und eine trilinguale Kindertagesstätte in den Berliner Bezirken Charlottenburg, Pankow, Prenzlauer Berg, Tiergarten und Tempelhof. Einige seiner Mitglieder sind Sozial-Pädagogen und zudem leidenschaftliche Musikliebhaber, die auch selbst Musikinstrumente spielen können. Das Konzept einer KiTa mit Musikprofil bestand in seiner ideellen Entwicklung schon seit der Gründung des Vereins und ist erst 2012 zu seiner Verwirklichung reif geworden.

3. Ziele pädagogischer Arbeit

Ziel ist es, die Kinder auf dem Weg zu einer selbstständigen individuellen Persönlichkeit ein Stück zu begleiten und sie ganzheitlich zu fördern.
Wegweiser bei dieser Aufgabe ist uns das Berliner Bildungsprogramm mit seinen ganzheitlichen Bildungsbereichen:

  • Gesundheit
  • Soziales und kulturelles Leben
  • Kommunikation: Sprachen, Schriftkultur und Medien
  • Kunst: Bildnerisches Gestalten, Musik, Theaterspiel
  • Mathematik
  • Natur-Umwelt-Technik

4. Inklusive Bildung

Unsere Gesellschaft ist vielfältig und reich an unterschiedlichen Talenten, Meinungen, Kenntnissen und Erfahrungen. Um von dieser Fülle profitieren zu können, ist es notwendig, Konzepte zu entwickeln und Verhalten zu reflektieren. Die KiTa adagio öffnet sich mit dem größten Vergnügen dieser Mannigfaltigkeit und geht aktiv mit den damit verbundenen Anforderungen um.

4.1 Integration von Kindern mit Beeinträchtigung bzw. besonderer Begabung

In unserer Einrichtung leben und lernen Kinder mit Beeinträchtigungen, besonderen Begabungen und unterschiedlichen Entwicklungsständen zusammen, was die gesamte Gruppe bereichert. Kinder und auch Erwachsene erfahren aus erster Hand, wie unterschiedlich Menschen sein können, wie man jeden Tag aufs Neue überrascht wird und, dass jeder in der Lage ist, auf den anderen zuzugehen. Ein solches Konzept stellt alle Beteiligten täglich vor neue Herausforderungen, ist anstrengend und birgt gleichzeitig die Chance, reicher zu werden, zu wachsen und Grenzen zu überwinden.

Um den Bedürfnissen aller gerecht werden zu können, muss Fachpersonal in der Einrichtung arbeiten, welches spezifisch ausgebildet wurde und in der Lage ist, fachspezifische Literatur zu lesen, zu verstehen und in die Praxis zu integrieren. Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist auch bei Kindern mit Beeinträchtigung und besonderer Begabung elementar und eröffnet einen ganzheitlichen Blick auf das Kind.
Kinder mit Beeinträchtigung und besonderer Begabung in eine Gruppe zu integrieren, bedeutet nicht, sein Augenmerk ausschließlich auf diese Kinder zu legen. Inklusion muss täglich neu gestaltet werden und dieser Prozess schließt die Arbeit mit der gesamten Gruppe mit ein. Fremdes und Unverständliches macht Angst. Unsere Aufgabe ist es also, Verständnis durch Aufklärung und Offenheit, Neugierde durch Lockerheit und Unbefangenheit und Mut durch Fehlerfreundlichkeit und Natürlichkeit anzubahnen.
Oftmals benötigen Kinder mit Beeinträchtigung und besonderer Begabung spezifische Fördersituationen, die in einer Einzelsituation oder innerhalb einer Kleingruppe stattfinden. Ferner ist der Alltag in einer KiTa prädestiniert dazu, soziale Kompetenzen und die eigenständige Bewältigung des Alltags zu fördern. Unser Ziel ist es also, jedem Kind den KiTa-Alltag in der KiTa-Gemeinschaft möglich zu machen und die Hilfestellungen zu geben, die dafür benötigt werden.

4.2 Gleichheit und geschlechtlich-kulturelle Vielfalt

Mädchen und Jungen, Männer und Frauen sind Teil der KiTa adagio. Was sich so selbstverständlich anhört, wird von Kindern erst nach und nach begriffen. Sie entdecken sich selbst und ihre Sexualität und erkennen auch ihr Gegenüber als ihrem Geschlecht zugehörig oder eben nicht. Hier werden Unterschiede deutlich und gleichzeitig lassen sich so viele Gemeinsamkeiten erkennen. Die Erkundung dieses Themas erfordert viel Feingefühl und eine behutsame Herangehensweise, vor allem, weil die Gesellschaft gerne einen Bogen darum macht. Dabei ist es für die Identitätsentwicklung der Kinder existentiell, sich mit dem eigenen Körper und dem damit zusammenhängenden Erleben und Verhalten auseinanderzusetzen. Die Gestaltung dieses Prozesses wird in großen Teilen durch die Kinder selbst bewältigt. Sie beobachten, fragen und erzählen und sollten dabei auf Offenheit und Zwanglosigkeit stoßen. Begleitet wird dies von uns durch Beobachtung, sorgfältig und individuell ausgewähltes Material und einem regen Austausch mit den Eltern.

Kinder lernen gleichzeitig auch viel durch ihr Umfeld. Uns ist es wichtig, dass wir einen natürlichen Umgang mit der eigenen Identität vorleben und uns dabei reflektieren. Gesellschaftliche Klischees dürfen dabei nicht ausgeklammert, sondern müssen aufgearbeitet werden. Es ist nicht schlimm, festzustellen, einem Klischee zu entsprechen und ebenso wenig wollen wir Kinder in festgefahrene Rollen zwingen. In dieser Einrichtung sind Männer wie Frauen angestellt und erledigen gleichberechtigt die anstehenden Arbeiten. Genauso akzeptieren wir jungsspezifische Handlungen, auch wenn sie von Mädchen ausgeführt werden und mädchentypische Verhaltensweisen, egal, welches Kind sie zeigt.

5. Portfolio und Sprachlerntagebuch

Das Kindergartenportfolio dokumentiert die Entwicklung des Kindes:
Kindergartenportfolios sind keine Kinderakten, sondern sollen Kindern, Eltern und Erziehern die Geschichte des Aufwachsens jedes Kindes erzählen und durch Fotos illustrieren. Im Unterschied dazu dokumentiert das Sprachlerntagebuch explizit die sprachliche Entwicklung des Kindes durch Interviews, Zeichnungen und Kommentare. In einer gesonderten Bastelmappe werden Zeichnungen und Bastelarbeiten mit nach Hause gegeben.
Die Portfolios sind sichtbar im jeweiligen Gruppenraum aufzubewahren. Auf Wunsch erhalten Kinder bzw. Erziehungsberechtigte Einblick in ihr Portfolio. Am Ende der Kindergartenzeit erhält das Kind sein Portfolio und hat somit eine schöne Erinnerung an die Zeit in Krippe und Kindergarten.

  1. Vorstellung der Einrichtung
  2. Träger der Einrichtung
  3. Ziele pädagogischer Arbeit
  4. Inklusive Bildung
  5. Portfolio und Sprachlerntagebuch

6. Übergang von Kindertagesstätte zur Grundschule

Bildung im Kindergarten ist ganzheitliche Bildung und ausdrücklich etwas anderes als schulische Bildung. Sie soll nicht in erster Linie Wissen vermitteln, sondern Grundkompetenzen, sie soll die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder unterstützen, ihre Lust am Lernen fördern und die Fähigkeit, selbst Neues zu entdecken.
Die Kinder sollen Kreativität, Sozialverhalten und die Fähigkeit zur Konfliktlösung entwickeln, ihre Sprach- und Sprechfähigkeiten steigern und den Umgang mit Medien erlernen. Und das Alles mit der täglichen Verbindung mit der Musik.
Der ganze Tagesablauf und die Förderangebote der Kindertagesstätte adagio, die vor allem auf der Motivation und den Interessen der Kinder beruhen, müssen einen fließenden Übergang zur Grundschule ermöglichen.
Ein ausgewogenes Verhältnis von gelenkter und spontaner Lernsituation wird dem Wesen der Kinder gerecht. Es ermöglicht die Erweiterung der Erfahrungswelt der Kinder durch die Vermittlung von Wissen, lässt aber auch einen breiten Freiraum für eigene Phantasien und Aktivitäten.

7. Die Eingewöhnung

Für Kinder, die unsere Einrichtung neu besuchen, ist es wünschenswert, dass die Eltern diese in der Einge- wöhnungsphase begleiten. Sie geben ihren Kindern so Hilfestellungen, um sich an neue Bezugspersonen zu gewöhnen und sich in der neuen Umgebung leichter einzuleben. Als Erzieher halten wir diese Phase für alle Beteiligten als sehr wichtig, um spätere Komplikationen zu vermeiden.
Da wir bereits zur Einschätzung des Entwicklungsstandes der Kinder mit der Entwicklungstabelle von Beller & Beller arbeiten, findet unsere Eingewöhnung nach dem „Berliner Modell“, welches ebenfalls von Kuno Beller stammt, statt.
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Betreuungsvertrages kommt es zum ersten Kontakt zwischen dem zukünftigen Bezugserzieher des Kindes und den Eltern/der Bezugsperson. In diesem stellt sich der Bezugserzieher kurz vor und vereinbart mit den Eltern/der Bezugsperson einen ersten „Kennlerntermin“. Dieser erste Termin erfolgt in einem separaten Raum. Hier findet dann ein ungestörtes Gespräch statt, in dem die Eltern/die Bezugsperson von den Vorlieben, Gewohnheiten und individuellen Besonderheiten ihres Kindes berichten. Zudem gibt der Bezugserzieher einen kurzen Einblick in die einzelnen Phasen der Eingewöhnung. Nach diesem Erstkontakt werden die ersten Termine für die Eingewöhnung vereinbart.

  1. Phase „Kennenlernen der Gruppe“
    In dieser Phase bleibt eine Bezugsperson des Kindes (Mutter, Vater oder andere Bezugsperson) bei dem Kind. So fühlt sich das Kind – trotz fremden Umfeld – wohl und geborgen. Aus dieser Sicherheit heraus wird es sich recht bald für die neue Umgebung interessieren. Mit viel Einfühlungsvermögen geht der Erzieher auf das Kind ein und schafft so eine Basis des Vertrauens. Die Bezugsperson wird gebeten, sich während der ersten Phase der Eingewöhnung möglichst zurückhaltend zu verhalten. Je mehr sie sich aktiv ins Gruppen- geschehen einbringen, desto deutlicher wird für das Kind der Verlust, wenn diese sich nach einigen Tagen der Eingewöhnung für eine kurze Zeit verabschiedet. In der ersten Phase bleibt die Bezugsperson mit dem Kind maximal eine Stunde in der KiTa und verabschiedet sich vor dem Mittagessen.
  2. Phase „Die Verabschiedung“
    In dieser Phase findet eine Verabschiedung statt. Die Bezugsperson bringt das Kind, bleibt nur kurz und verabschiedet sich dann. Sie bleibt jedoch in der Nähe und kann so jederzeit in die KiTa geholt werden, falls es dem Kind nicht gut geht. Maximal bleibt das Kind 15–30 Minuten ohne Bezugsperson in der Einrichtung. Wenn die Bezugsperson zurückkommt, verlässt sie gemeinsam mit dem Kind die KiTa. In dieser Phase lernt das Kind, dass es sich auch in dieser ungewohnten Situation auf Erzieher und Bezugsperson verlassen kann. Mit diesem Gefühl ist es bereit, sich immer mehr auf den Erzieher einzulassen.
  3. Phase „Der erste Vormittag ohne die Eltern/Bezugsperson“
    Wenn das Kind ein Vertrauensverhältnis zu mindestens einem Erzieher aufgebaut hat, beginnt die 3. Phase. Das Kind wird morgens in die KiTa gebracht. Die Bezugsperson verabschiedet sich und holt das Kind erst nach dem Mittagessen wieder ab.
  4. Phase „Der erste Mittagsschlaf“
    Erst wenn das Kind sich den gesamten Vormittag über wohl fühlt, wenn es sich von dem Erzieher trösten lässt, beginnt die 4. Phase. Das Kind bleibt nach dem Mittagessen noch in der Einrichtung und wird zum Schlafen hingelegt. Mit der Bezugsperson wird vereinbart, dass sie das Kind direkt nach dem Mittagsschlaf abholt.
  5. Phase „Der erste KiTa-Tag“
    Das Kind bleibt auch nach dem Mittagsschlaf in der KiTa und nimmt am Nachmittagsimbiss teil. Es wird nach Bedarf von der Bezugsperson abgeholt, die jederzeit erreichbar sein sollte. Die Eingewöhnung ist nun abgeschlossen.

Zu beachten ist jedoch stets, dass je nach Alter und Entwicklungsstand des Kindes die Dauer der einzelnen Phasen variieren kann. In der Regel gehen wir von einer Eingewöhnungszeit von zwei zusammenhängenden Wochen aus. Bei Eingewöhnungen von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren lässt sich aus Erfahrung sagen, dass sich die Eingewöhnungszeit oftmals verkürzt. Dies ist jedoch vom Temperament und Entwicklungsstand jedes einzelnen Kindes abhängig. Auch dieser Punkt wird im Erstgespräch mit der Bezugsperson angesprochen und findet im Verlauf der Eingewöhnung ggf. Beachtung. Um unseren Kindern den Übergang von der Krippe in den Kindergarten zu erleichtern, werden die Kinder von mindestens einem Erzieher aus ihrem Gruppenbereich begleitet. Das bedeutet, dass ein Erzieher eine Gruppe von Kindern von der Krippe bis hin zur Einschulung begleitet. Dabei gilt es zu beachten, dass sich alle Erzieher einer Gruppe in gleichem Umfang um die Kinder bemühen.

8. Zusammenarbeit mit den Eltern

Das Kindergartenteam und die Eltern arbeiten eng zusammen. Wir Erzieher sehen unsere pädagogische Arbeit als familienergänzende Erziehung. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit den Eltern ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

Um eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, bieten wir Entwicklungsgespräche an. Während dieser erhalten die Eltern einen Überblick zum Entwicklungsstand ihres Kindes und Einblick in das Portfolio. Die Eltern berichten ihrerseits von Wünschen und Eigenheiten ihrer Kinder. So können Eltern und Erzieher auf bestimmte Gegebenheiten eingehen.

Informationsabende (ca. zweimal im Jahr) dienen der Weitergabe von anstehenden Aktionen und Aktivitäten in der jeweiligen Gruppe oder der gesamten Einrichtung. Hier können sich zudem auch die Eltern austauschen, Fragen und Beschwerden an das pädagogische Team weitergeben und sich aktiv ein Bild von der KiTa machen. Weiter bieten sie Gelegenheit, über organisatorische Fragen Auskunft zu geben, Informationen weiterzuleiten, größere Aktionen zu planen und ggf. den Rahmen für Austauschmöglichkeit in thematischen Veranstaltungen (bei Bedarf in Anwesenheit externer Referenten).

Die regelmäßig stattfindenden Elterntreffs dienen der Vernetzung der Eltern untereinander und geben die Möglichkeit mit Vertretern des pädagogischen Personals in einen ungezwungenen Austausch zu treten. Um eine gemütliche Atmosphäre herzustellen, wird Essen – zubereitet von unserer Küche – bereitgestellt.
Zweimal im Jahr beteiligen sich die Eltern aktiv an Arbeiten, die in der Einrichtung anfallen. Gemeinsam den Garten winterfest zu machen oder Räume umzugestalten ermöglicht nicht nur demokratische Mitbestimmung aller, sondern festigt die Gemeinschaft zwischen Eltern und Team.

Mit den regelmäßig stattfindenden Festen wollen wir uns bei den Eltern für ihr Entgegenkommen während des Jahres bedanken und etwas zurückgeben. Gemeinsam mit den Kindern gestalten wir diese und versuchen, Eltern, Kindern und uns ein paar schöne Stunden zu ermöglichen.

Immer wieder gibt es Situationen, wo wir Eltern um ihre Mithilfe bitten. Wir sehen sie als Experten an und vertrauen ihnen, uns z. B. bei Ausflügen eine sehr große Hilfe zu sein. Auch hier verhilft das gegenseitige Kennenlernen zu einer vertrauensvollen Atmosphäre. Zudem geben solche Momente ebenso, wie stattfindende offene Wochen die Möglichkeit, KiTa-Luft zu schnuppern.

In der Einrichtung werden Informationen als Aushänge und Ausstellungen im Eingangsbereich, den Infotafeln und Fluren weitergegeben und verschaffen Überblick über geplante Vorhaben und Angebote. Sie dokumentieren die Ergebnisse von Arbeiten der Kinder und können bewundert werden. Sie erleichtern es den Eltern, auf Fragen und Gespräche ihrer Kinder einzugehen. Sie können Ausgangspunkt für Fragen und Gespräche mit den Erziehern sein. Weiter werden wichtige Informationen per E-Mail an die Elternschaft gesendet oder als Handzettel verteilt.

Zudem wird ein Elternausschuss durch die Elternschaft gewählt. Dieser vertritt die gesamte Elternschaft. Der Elternausschuss hat unter anderem die Aufgabe, die Erziehungsarbeit im Kindergarten zu unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen Kindergarten, Elternhaus und Träger zu fördern. In Treffen mit der Leitung werden aktuelle Belange und Themen bearbeitet.

Wir sind immer offen für Kritik, Anregungen, Beschwerden und Ideen. Diese können anonym und schriftlich in einem Briefkasten neben dem Büro abgegeben oder aber persönlich in einem Gespräch mit dem pädagogischen Personal erörtert werden. Die Erzieher der Kinder, die Leitung des Hauses sowie die Geschäftsführung sind hierbei bereit, Mitteilungen entgegenzunehmen und zu überdenken. Freuen würden sie sich dabei, dass Themen nur an die nächsthöhere Ebene getragen werden, die auf der untersten nicht geklärt werden konnten.

9. Rahmenbedingungen

Die Kindertagesstätte adagio besteht aus fünf altershomogenen Gruppen, jede Gruppe verfügt über zwei bis drei Gruppenräume und bietet die Plätze für 150 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren.
Musik-Kindertagesstätte adagio
Forststraße 2-4
14163 Berlin


In unserer KiTa wird nach einem teiloffenen Konzept mit situationsorientiertem Ansatz gearbeitet, d.h. Kinder haben täglich die Möglichkeit, sich in der Zeit, in der keine Gruppenaktivitäten stattfinden, in den verschiedenen Räumen aufzuhalten.

Die Kinder treffen sich zum Morgenkreis in ihrer Stammgruppe, also allen Kindern eines Jahrgangs, und werden dann in drei Kleingruppen geteilt. Da im Morgenkreis besprochen wird, was den Tag über stattfinden kann, können die Kinder am Tagesablauf partizipieren. Jeder Gruppe steht zu ihren Gruppenräumen ein Funktionsraum zur Verfügung. Die Funktionsräume werden gerecht verteilt. Durch interne Absprachen kann dieser Plan aber wöchentlich an die Bedürfnisse der Gruppen angepasst werden. Auch der Garten wird als „Raum“ miteinbezogen. Nachmittags öffnen sich die Stammgruppen und junge und ältere Kinder spielen und lernen gemeinsam. Den Kindern wird hier zugetraut, sich selbstständig zu bewegen und Entscheidungen zu treffen. Das Personal stellt dafür den benötigten Rahmen, gibt Struktur und Sicherheit, Hilfestellung und Motivation. Sehr schnell erlernen die Kinder die organisatorischen Gegebenheiten eines solchen Konzeptes und helfen sich gegenseitig, sehen sich als eine Gruppe, als Gemeinschaft an und wachsen zusammen über sich hinaus.

10. Die Küche

Wir beschäftigen zwei Köche, um den Kindern täglich frische und liebevoll zubereitete Gerichte anbieten zu können. Die Kinder profitieren hierbei von der Vollverpflegung, was bedeutet, dass Sie sich auf vollwertige, hochqualitative Bioprodukte verlassen können. Uns ist es wichtig, den Kindern den Geschmack vielfältiger Nahrungsmittel zu vermitteln und achten deshalb auf saisonale und regionale Schwerpunkte bei der Zubereitung der Speisen. Die Gerichte werden schonend zubereitet und nicht durch übermäßigen Gebrauch von Würzmitteln in ihrem Geschmack verfälscht. Täglich wird zum Hauptgericht Salat gereicht und im Gegenzug auf einen Nachtisch verzichtet. Das Brot wird selbst gebacken.

Die Wochentage sind folgendermaßen aufgeteilt:

Frühstück

  • Montag – Müsli, verschiedene Obstsorten und Gemüse Milch, Wasser und Tee
  • Dienstag – Brötchen, Wurst und Käseauswahl, verschiedene Obstsorten und Gemüse, Milch, Wasser und Tee
  • Mittwoch – Brot, Wurst und Käseauswahl, Marmelade, verschiedene Obstsorten und Gemüse, Milch, Wasser und Tee
  • Donnerstag – Knäckebrot, Wurst und Käseauswahl, verschiedene Obstsorten und Gemüse, Milch, Wasser und Tee
  • Freitag – Brot, Wurst und Käseauswahl, verschiedene Obstsorten und Gemüse, Milch, Wasser und Tee

Mittagessen

  • Montag – Nudeltag
  • Dienstag – Fleischtag
  • Mittwoch – Fischtag
  • Donnerstag – vegetarischer Tag
  • Freitag – Suppentag

Vesper

  • Montag – Gemüsestäbchen mit Dip, Reiswaffeln und Obst
  • Dienstag – Joghurt, Zwieback, Gemüsestäbchen mit Dip und Obst
  • Mittwoch – Baguette-Variationen, Gemüsestäbchen mit Dip und Obst
  • Donnerstag – kleine belegte Schnittchen, Gemüsestäbchen mit Dip und Obstsalat
  • Freitag – Kuchen, Gemüsestäbchen und Obst

Zu Trinken gibt es ungesüßten Tee und Wasser. Die Kinder können sich jederzeit selbstständig zu Trinken nehmen und werden auch dazu aufgefordert.

Änderungen vorbehalten! Eine Liste der Zusatzstoffe kann in der Küche eingesehen werden.

11. Tagesablauf

Der Tag beginnt mit dem Morgenkreis, in dem Lieder gesungen und begleitet und Verse geklatscht oder vertont werden. Zudem erhalten die Kinder den Überblick über den kommenden Tag. Während der Entspannungszeit schlafen die Kinder, deren Körper und Geist Erholung durch Schlaf benötigen. Diejenigen aber, die nicht einschlafen können, dürfen sich anderweitig beschäftigen. Grundsätzlich ist es während der Entspannungszeit im gesamten Haus leise und die Kinder erhalten Anleitung, zur Ruhe zu kommen. Nach der Entspannungszeit eröffnet die offene Runde den offenen Nachmittag.
In den Tagesablauf der Kinder werden durch die Erzieher immer wiederkehrende musikalische Rituale eingebaut.

  • 07:00 Uhr Die KiTa wird geöffnet.
  • 07:00 – 08:00 Uhr Freispiel
  • 08:00 – 08:50 Uhr Frühstück
  • 09:00 – 09:30 Uhr Morgenkreis in den einzelnen

Gruppen

  • 09:30 Uhr gezielte Angebote/Freispiel
  • ab 11:00 Uhr Mittagessen in den einzelnen Gruppen – anschließend Zähne putzen
  • bis 14:30 Uhr Entspannungszeit
  • ab 14:30 Uhr Vesper
  • ab 15:00 Uhr verschiedene pädagogische Angebote (gruppenübergreifend) und Freispiel
  • 17:00 – 17:30 Uhr Snack
  • 18:00 Uhr Die KiTa wird geschlossen.

12. Schließzeiten

In unserer KiTa gibt es insgesamt 25 Schließtage. Diese beinhalten die Weihnachtsschließzeit, die Sommerschließzeit und die Weiterbildungs- sowie Desinfektionstage. Während der Weihnachtsschließzeit wird keine Notbetreuung angeboten (= 5 Schließtage). Während der Sommerschließzeit wird eine Notbetreuung angeboten (= 15 Tage). Desinfektions- und Weiterbildungstage bedeuten ganztägige Schließtage. Für sie ist ebenfalls eine Notbetreuung vorgesehen (= 5 Tage).

Sommernotbetreuung bedeutet:
Betreuungszeit von 08:00 – 16:00 Uhr
Betreuung in der Cheburashka-Filiale KiTa adagio durch weitestgehend hauseigenes Personal,
aber nicht unbedingt durch die Gruppenerzieher
Catering durch Löwenzahn

Notbetreuung während der Desinfektions- und Weiterbildungstage bedeutet:
Betreuung in der Cheburashka-Filiale Prenzlauer Berg (Bernhard-Lichtenberg-Straße 9, 10407 Berlin) durch das dort angestellte Personal
Betreuungszeit orientiert an den Öffnungszeiten der Filiale (08:00 – 18:00 Uhr)
Catering durch Löwenzahn
Der Stichtag für die Anmeldung der Kinder zu den Notbetreuungen ist der 15. Februar. Nach Eingang der Anmeldungen werden die Formalien zu den jeweiligen Notbetreuungen geplant und bekanntgegeben.

13. Besondere Aktivitäten

In der Musik-KiTa adagio erhalten alle Kinder durch unseren Kooperationspartner einmal wöchentlich ein Tanzangebot und zweimal wöchentlich ein deutsch/englisches Musikangebot.
Ausflüge finden wöchentlich statt, wobei aufwendigere Aktivitäten, wie Theater- oder Konzertbesuche einmal im Monat umgesetzt werden. Ansonsten gehen wir häufig in den Wald oder auf angrenzende Wiesen und besuchen die umliegende Infrastruktur.
Am Ende der KiTa-Zeit verabschieden wir unsere Schulkinder gebührend mit einer Übernachtung in der Einrichtung.
Wir feiern die Geburtstage der Kinder mit einem kleinen Fest in der Gruppe. Dabei bringt das Geburtstagskind eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken für seine Gruppe mit. An diesem besonderen Tag dürfen Süßigkeiten gegessen werden.
Ebenso wird der Umgang mit Süßigkeiten beim Feiern der jahreszeitlichen Festen gehandhabt. Diese stellen eine besondere Situation im Jahreskreis dar und werden durch die Feierlichkeiten und die damit verbundenen Besonderheiten als solche spürbar gemacht.
Bei Personalengpässen durch Krankheitswellen oder aus anderen Gründen, sind wir leider gezwungen, unser Programm einzuschränken.

14. Team

Das Team unserer Musik-Kindertagesstätte besteht aus staatlich anerkannten Erziehern und Sozial-Pädagogen, sowie Musikpädagogen und Fachkräften für Integration. Einige Mitarbeiter entschlossen sich nach einer Erstausbildung dazu, den Beruf des Erziehers zu erlernen und bringen deshalb vielfältige Kompetenzen mit ein. Deshalb übernimmt jedes Mitglied unterschiedliche Aufgaben im Gesamtteam, trägt Verantwortung und darf in allen entscheidenden Punkten an den Beschlüssen und Entscheidungen partizipieren. Dazu sind Teamsitzungen, Dienstberatungen und Weiterbildungen von Nöten.
Wie die Kindergruppe ist auch unser pädagogisches Team und unser Servicepersonal geschlechtlich, altersmäßig und kulturell gemischt. Wir leben somit den Kindern einen toleranten und demokratischen Lebensstil vor.